Stranice posvećene predavanjima

Rudolfa Steinera

ÜBER DAS CHRISTUS-EREIGNIS

Was durch die Christus - Erscheinung der Menschheitsentwickelung zugeflossen ist, wirkte wie ein Same in derselben. Der Same kann nur allmählich reifen. Nur der allergeringste Teil der Tiefen der neuen Weistümer ist bis auf die Gegenwart herein in das physische Dasein eingeflossen. Dieses steht erst im Anfange der christlichen Entwickelung.
Es kann gewusst werden das Mysterium des Gottesweges.
Derjenige, der sich offenbarte durch das Fleisch,
Dessen Wesen aber in sich geistig ist,
Der voll erkennbar den Engeln nur ist,
Aber doch gepredigt werden konnte den Heiden,
Der im Glauben der Welt Leben hat:
Er ist erhoben in die Sphäre der Geister der Weisheit.
In gegenwärtiger Erdenzeit
Braucht der Mensch erneut
Geistigen Inhalt für die Worte seiner Rede;
Denn von der Sprache
Behalten Seele und Geist
Für die Zeit des schlafenden
Weilens ausser dem Leibe
Das vom Wort, was auf Geistiges weist.
Denn es müssen schlafende Menschen
Bis zur Verständigung
Mit den Archangeloi kommen.
Die aber nehmen nur Geist-Inhalt,
Nicht Materien-Inhalt der Worte auf.
Fehlt dem Menschen diese Verständigung,
Nimmt er Schaden an seinem ganzen Wesen.
Des Geistes Sphäre ist der Seele Heimat;
Und der Mensch gelangt dahin,
Geht er den Weg des wahren Denkens,
Wählt er des Herzens Liebekraft
Zum starken Führer sich,
Und öffnet er den inneren Seelensinn
Der Schrift, die überall
Im Weltensein sich offenbaret,
Die er stets finden kann
Als Geistverkündigung
In allem, was da lebt und lebend wirkt,
In allen Dingen auch,
Die leblos sich im Raume breiten,
In allem, was geschieht
Im Werdestrom der Zeit.
Sieh, du mein Auge
Der Sonne reine Strahlen
Aus der Erde Formenwesen.

Sieh, du mein Herz
Der Sonne Geistgewalten
Aus des Wassers Wellenschlägen.

Sieh, du meine Seele
Der Sonne Weltenwillen
Aus der Lüfte Glanzgeflimmer.

Sieh, du mein Geist
Der Sonne Götterwesen
Aus des Feuers Liebeströmen.
GEISTIGE KOMMUNION

Es nahet mir im Erdenwirken,
In Stoffes Abbild mir gegeben,
Der Sterne Himmelswesen:
Ich seh’ im Wollen sie sich liebend wandeln.

Es dringen in mich im Wasserleben,
In Stoffes Kraftgewalt mich bildend,
Der Sterne Himmelstaten:
Ich seh’ im Fühlen sie sich weise wandeln.
Ich suche im Innern
Der schaffenden Kräfte Wirken,
Der schaffenden Mächte Leben.
Es sagt mir
Der Erde Schweremacht
Durch meiner Füsse Wort,
Es sagt mir
Der Lüfte Formgewalt
Durch meiner Hände Singen,
Es sagt mir
Des Himmels Lichteskraft
Durch meines Hauptes Sinnen,
Wie die Welt im Menschen
Spricht, singt, sinnt.
Des Menschen Kräfte sind zweifach geartet;
Es geht ein Strom von Kräften nach innen:
Er gibt Gestalt und inner Wurzelsein;
Es geht ein Strom von Kräften nach aussen:
Er gibt das Wohlsein und Lebenslichterhellung;
Drum denke sich als leichten Lichtmenschen,
Wen die Bildekräfte des schweren
Körpermenschen plagen.
WINTERWILLE UND SOMMERWILLE

O Welten-Bilder,
Ihr schwebet heran
Aus Raumesweiten.
Ihr strebet nach mir,
Ihr dringet ein
In meines Hauptes
Denkende Kräfte.

Ihr meines Hauptes
Bildende Seelenkräfte,
Ihr erfüllet mein Eigensein,
Ihr dringet aus meinem Wesen
In die Weltenweiten
Und einigt mich selbst
Mit Weltenschaffensmächten.
So fühlen wir uns als Seelen im kosmischen Gedanken gebettet, wie wir den Gedanken, den kleinen Gedanken, den wir denken, in unserem Seelenleben gebettet fühlen.

Meditieren Sie einmal über die Idee: ‘Ich denke meinen Gedanken’ und ‘Ich bin ein Gedanke, der von den Hierarchien des Kosmos gedacht wird.’ Mein Ewiges besteht darin, dass das Denken der Hierarchien ein Ewiges ist. Und wenn ich einmal von einer Kategorie der Hierarchien ausgedacht bin, dann werde ich übergeben—wie der Gedanke des Menschen vom Lehrer an den Schüler übergeben wird—von einer Kategorie an die andere, damit diese mich in meiner ewigen, wahren Natur denke. So fühle ich mich drinnen in der Gedankenwelt des Kosmos.
Završne riječi u ciklusu

Ljudska i kozmička misao
DIE VIER SPRÜCHE DER SÄULENWEISHEIT

J

Im reinen Gedanken findest du
Das Selbst, das sich halten kann.
Wandelst zum Bilde du den Gedanken,
Erlebst du die schaffende Weisheit.

B

Verdichtest du das Gefühl zum Licht,
Offenbarst du die formende Kraft.
Verdinglichst du den Willen zum Wesen,
So schaffest du im Weltensein.
Ruhiges Verweilen an den
Schönheiten des Lebens
Gibt der Seele Kraft des
Fühlens.
Klares Denken an die
Wahrheiten des Daseins
Bringt dem Geiste Licht des
Wollens.
Urselbst,
Von dem alles ausgegangen,
Urselbst,
Zu dem alles zurückkehrt,
Urselbst,
Das in mir lebt—
Zu dir strebe ich hin.
Im Urbeginne strahlte das Licht;
Und das Licht kam aus dem Geiste;
Und ein Geist war das Licht.
Und Geist wird das Licht,
Wenn ich das Licht empfinde
Durch das Göttliche,
Das wirket in meiner Seele.
U početku je zasjala svijetlost;
I svijetlost je došla od Duha;
I Duh je bio svijetlo.
I Duh postaje svijetlo,
Kada ja svijetlo osjetim
Kroz božansko,
Koje radi u mojoj duši.
Im Urbeginne war Christus
Und Christus war bei den Göttern
Und ein Gott war Christus
Und in jedes Menschen Seele
Lebt des Christus Wesenheit;
So auch lebt Er in meiner Seele
Und wird mich führen
Zum Sinn meines Lebens.
U početku bijaše Krist,
I Krist bijaše s bogovima,
I Bog bijaše Krist.
Duboko u svakoj ljudskoj duši
Biće Krista boravi.
I u mojoj duši On prebiva,
I vodit će me
Do pravog smisla mog života.
Worte, um die Empfindung für die Heiligkeit des Schlafes zu entwickeln, die Empfindung: der Schlaf vereinigt uns mit der geistigen Welt.

Ich schlafe ein.
Bis zum Aufwachen wird meine Seele
In der geistigen Welt sein,
Da wird sie der führenden Wesensmacht
Meines Erdenlebens begegnen,
Die in der geistigen Welt vorhanden ist,
Die mein Haupt umschwebt,—
Da wird sie dem Genius begegnen.
Und wenn ich aufwachen werde,
Werde ich die Begegnung
Mit dem Genius gehabt haben.
Die Flügel meines Genius
Werden herangeschlagen haben
An meine Seele.
Morgens:

Im Geiste lag der Keim meines Leibes.
Und der Geist hat eingeprägt meinem Leibe
Die sinnlichen Augen,
Auf dass ich durch sie sehe
Das Licht der Körper.
Und der Geist hat eingeprägt meinem Leibe
Vernunft und Empfindung
Und Gefühl und Wille
Auf dass ich durch sie wahrnehme die Körper
Und auf sie wirke.
Im Geiste lag der Keim meines Leibes,

Abends:

In meinem Leibe liegt des Geistes Keim.
Und ich will eingliedern meinem Geiste
Die übersinnlichen Augen,
Auf dass ich durch sie schaue das Licht der Geister.
Und ich will einprägen meinem Geiste
Weisheit und Kraft und Liebe,
Auf dass durch mich wirken die Geister
Und ich werde das selbstbewusste Werkzeug
Ihrer Taten.
In meinem Leibe liegt des Geistes Keim.
Siebenfach
Geisteslicht
Erstrahlt
Kraftverleihend
In
Mich
Wirksam ein.
Morgens:

Es dämmert die Sonne,
Es schwinden die Sterne.
Es dämmert die Seele,
Es schwinden die Träume.
Tag nimm mich auf,
Tag beschütze mich
In wandelndem Erdenleben.

Abends:

Wenn Sternenweltensein
Mein Ich ins Geistgebiet
Schlafend entrückt:
Hole ich mir Seelenkraft
Aus wirkender Weltenmacht
Zu streben geisteswärts.
Abends:

Des Lichtes reine Strahlen
Zeiget mir der Welten Geist;
Der Liebe reine Wärme
Zeige mir der Welten Seele.
Gottinnigkeit
In meinem Herzen
In meinem Geist.
(Seelenruhe)

Mogens:

Vorstellung des Rosenkreuzes
In meinem Geist
In meinem Herzen
Gottinnigkeit.
Zeige mir der Welten Seele
Der Liebe reine Warme;
Zeiget mir der Welten Geist
Des Lichtes reine Strahlen.
(Seelenruhe)
Abends:

(1) Rückschau, vom Abend zum Morgen.

(2) Blau des Himmels mit vielen Sternen:

Fromm und ehrfürchtig
Sende ahnend in Raumesweiten
Meine Seele den fühlenden Blick.
Aufnehme dieser Blick
Und sende in meines Herzens Tiefen
Licht, Liebe, Leben,
Aus Geisteswelten.
(Seelenruhe)

Morgens:

Vorstellung des Rosenkreuzes

Was in diesem Sinnbild
Zu mir spricht
Der Welten hoher Geist,
Erfülle meine Seele
Zu aller Zeit
In allen Lebenslagen
Mit Licht, Liebe, Leben.
(Seelenruhe)
Abend:

Im Urbeginne war das Wort
Und das Wort war bei Gott
Und ein Gott war das Wort.
Und das Wort,
Es lebe im Herzen,
Im Herzen deines Wesens,
In deinem Ich.

Morgen:

In deinem Ich,
Im Herzen deines Wesens
Da lebe das Wort,
Das Geisteswort,
Und das Wort war bei Gott
Und ein Gott was das Wort.
Im Urbeginne war das Wort.
Abends:

(1) Rückschau so, wie sie gefordert ist in Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten: fünf Minuten etwa.

(2) Rosenkreuz-Meditation, die etwa fünf Minuten dauert und an die sich dann weitere fünf Minuten lang schliesst:

In des Lichtes reinen Strahlen
Kann ich schauen
Aller Weisheit reine Kraft.
In des Herzens Wellenschlag
Kann ich fühlen
Alles Daseins starkes Sinnbild.
Beides will ich fühlen.
(Seelenruhe)

Morgens:

Erst Rosenkreuz-Meditation. Dann Versenkung in den Gedanken:

Weisheit im Geiste,
Liebe in der Seele,
Kraft im Willen:
Sie geleiten mich
Und halten mich.
Ich vertraue ihnen,
Ich opfre ihnen.
(Seelenruhe)
Die Nebenübungen im Sinne von Geheimwissenschaft.
MEDITATION

Given in English to an English pupil.

In the Morning:

Picture to yourself that you are in the midst of cosmic space, surrounded by Light, and that a voice comes to you from the four points of the compass (a single voice, but coming from four different directions) speaking to you:

“Be a strong I . Give thy heart to the Spirit of the World.”

(Be very quiet in your soul after this meditation.)

In the Evening:

Review the day in backward order from evening till morning.

Picture to yourself that you are in the midst of cosmic space, surrounded by Darkness, and that you are speaking to the Full Moon in the East:

“I will be a strong I . I will give my heart to the Spirit of the World.”

(Be very quiet in your soul after this meditation.)
Abends:

Es tritt bewusst mein Ich
Aus dem Reich der Daseinshüllen,
Zu ruhen in der Welten Wesen.
Ins Göttliche strebet es.
Gewinne Seele dieses Reich:
Des Geistes glänzend Wogenmeer
Des Lichts erstrahlende Gebilde.

Morgens:

Lichterstrahlende Gebilde,
Glänzendes Wogenmeer des Geistes,
Euch verliess die Seele.
In dem Göttlichen weilte sie,
In ihm ruhte ihr Wesen.
In das Reich der Daseinshüllen
Tritt bewusst mein Ich.
Mein Haupt trägt
Der Ruhesterne Sein.
Meine Brust birgt
Der Wandelsterne Leben.
Mein Leib west
Im Elementenwesen.
Das bin ich.
Ich fühle in meinem Kopf
Warme Liebekraft.
Ich fühle in meinem Herzen
Leuchtende Gedankenmacht.
Die warme Liebekraft
Vereint sich mit der
Leuchtenden Gedankenmacht.
Davon werden stark
Meine Hände
Zu gutem menschlichem Wirken.
Ich fühle mich.
Ich trage Ruhe in mir,
Ich trage in mir selbst
Die Kräfte, die mich stärken.
Ich will mich erfüllen
Mit dieser Kräfte Wärme,
Ich will mich durchdringen
Mit meines Willens Macht.
Und fühlen will ich
Wie Ruhe sich ergiesst
Durch all mein Sein,
Wenn ich mich stärke,
Die Ruhe als Kraft
In mir zu finden
Durch meines Strebens Macht.
GEBET FÜR KRANKE

O Gottesgeist erfülle mich,
Erfülle mich in meiner Seele;
Meiner Seele leihe starke Kraft,
Starke Kraft auch meinem Herzen,
Meinem Herzen, das dich sucht,
Sucht durch tiefe Sehnsucht,
Tiefe Sehnsucht nach Gesundheit,
Nach Gesundheit und Starkmut
Starkmut, der in meine Glieder strömt,
Strömt wie edles Gottgeschenk,
Gottgeschenk von dir, o Gottesgeist,
O Gottesgeist erfülle mich.
MOLITVA TIJEKOM BOLESTI

Duhu Božji ispuni me,
Ispuni me u mojoj duši.
Mojoj duši podari snagu,
Osnaži i moje srce,
Moje srce koje Te traži,
Traži te dubokom čežnjom,
Dubokom čežnjom za zdravljem,
Za zdravljem i hrabrošću,
Hrabrošću, koja teče u moje udove,
Teče kao plemeniti dar Božji.
Dar Božji od Tebe, o Duhu Božji,
O Duhu Božji ispuni me
So lang du den Schmerz erfühlest,
Der mich meidet,
Ist Christus unerkannt
Im Weltenwesen wirkend.
Denn schwach nur bleibet der Geist,
Wenn er allein im eignen Leibe
Des Leidesfühlens mächtig ist.
Tako dugo dok ti osjećaš bol
Koje sam ja pošteđen,
Krist nepoznat
Radi u biću svijeta.
Jer slab je duh
Dok je svaki sposoban za patnju
Samo u svom tijelu.
Du meines Erdenraumes Geist,
Enthülle deines Alters Licht
Der Christ-begabten Seele,
Dass strebend sie finden kann
Im Chor der Friedenssphären
Dich, tönend von Lob und Macht
Des Christ-ergebnen Menschensinns.
Aus des Geistes lichten Höhen
Erstrahle Gottes helles Licht
In Menschenseelen
Die suchen wollen
Des Geistes Gnade
Des Geistes Kraft
Des Geistes Sein.
Er lebe
Im Herzen,
Im Seelen-Innern
Unserer
Die wir
In Seinem Namen
Hier uns versammelt fühlen.
Ich schaue in die Finsternis.
In ihr erstehet Licht,
Lebendes Licht.
Wer ist dies Licht in der Finsternis?
Ich bin es selbst in meiner Wirklichkeit.
Diese Wirklichkeit des Ich
Tritt nicht ein in mein Erdensein,
Ich bin nur Bild davon.
Ich werde es aber wiederfinden
Wenn ich guten Willens für den Geist
Durch des Todes Pforte geschritten.
Alles, was da lebt im Weltenall
Es lebt nur, indem zu neuem Leben
Es den Keim in sich erschafft.
Und die Seele, sie ergibt
Dem Altern sich nur und dem Tode,
Um unsterblich zu stets neuem Leben
Heranzureifen.
Im Wollen kommender Erdentage
Erstehen, stark zum schaffenden Leben,
Die Kräfte, die—
hingetragen
Durchs Tor des Todes und Erdenleidens

Im Geiste sicher leuchten und w
ärmen.

In künft’gen Erdentagen, wenn friedevoll
Des Geistes Wirken durch das Erdental
Die Offenbarung seiner Willenskraft
Durch Menschenseelen heilsam tragen wird,
Dann wird in Menschen als Daseinskraft
Der edle Wille leben, der die Opfertat
Am Todestore treu vollbringt.
Aus dem Mut der Kämpfer,
Aus dem Blut der Schlachten,
Aus dem Leid Verlassener,
Aus des Volkes Opfertaten
Wird erwachsen Geistesfrucht,
Lenken Seelen geistbewusst
Ihren Sinn ins Geisterreich.
Geister Eurer Seelen, wirkende Wächter,
Eure Schwingen mögen bringen
Unsrer Seelen bittende Liebe
Eurer Hut vertrauten Erdenmenschen;
Dass, mit Eurer Macht geeint,
Unsre Bitte helfend strahle
Den Seelen, die sie liebend sucht.

Geister Eurer Seelen, wirkende Wächter,
Eure Schwingen mögen bringen
Unsrer Seelen bittende Liebe
Eurer Hut vertrauten Sphärenmenschen;
Dass, mit Eurer Macht geeint,
Unsre Bitte helfend strahle
Den Seelen, die sie liebend sucht.
Es empfangen Angeloi, Archangeloi, Archai
Im Aetherweben,
Das Schicksalsnetz des Menschen.

Es verwesen in Exusiai, Dynamis, Kyriotetes,
Im Astralempfinden des Kosmos,
Die gerechten Folgen des Erdenlebens des Menschen.

Es auferstehen in Thronen, Cherubim, Seraphim,
Als deren Tatenwesen,
Die gerechten Ausgestaltungen
des Erdenlebens des Menschen.
Im Lichte der Weltgedanken,
Da webet die Seele, die
Vereint mit mir auf Erden.

Meines Herzens warmes Leben,
Es ströme zu deiner Seele hin,
Zu wärmen deine Kälte,
Zu sänftigen deine Hitze.
In den Geisteswelten
Mögen leben meine Gedanken in deinen,
Und deine Gedanken in meinen.
Ich schaue auf Dich in der geistigen Welt
In der Du bist.
Meine Liebe lindre Deine Wärme,
Meine Liebe lindre Deine Kälte.
Sie dringe zu Dir und helfe Dir
Zu finden den Weg
Durch des Geistes Dunkel
In des Geistes Licht.
Es strebe zu dir meiner Seele Liebe,
Es ströme zu dir meiner Liebe Sinn.
Sie mögen dich tragen,
Sie mögen dich halten
In Hoffnungshöhen,
In Liebessphären.
In Geistgefilde will ich senden
Die treue Liebe, die wir fanden,
Um Seele mit der Seele zu verbinden.
Du sollst mein Denken liebend finden,
Wenn aus des Geistes lichten Landen
Du suchend wirst die Seele wenden,
Zu schauen, was in mir du suchest.
Herzensliebe dringe zu Seelenliebe,
Liebewärme strahle zu Geisteslicht.
So nahen wir uns euch
Denkend mit euch Geistgedanken,
Fühlend in euch Weltenliebe,
Geistig-wollend durch euch
Eins-Erleben seiend weben.
In Menschenseelen will ich lenken
Das Geistgefühl, dass willig es
Das Osterwort im Herzen wecke;

Mit Menschengeistern will ich denken
Die Seelenwärme, dass kräftig sie
Den Auferstand’nen fühlen können;

Es leuchtet hell dem Todesscheine
Des Geisteswissens Erdenflamme;
Das Selbst wird Welten-Aug’ und -Ohr.
Ich war mit euch vereint,
Bleibet in mir vereint.
Wir werden zusammen sprechen
In der Sprache des ewigen Seins.
Wir werden tätig sein,
Da wo der Taten Ergebnis wirkt.
Wir werden weben im Geiste,
Da wo gewoben werden Menschen-Gedanken
Im Wort der ew’gen Gedanken.
Der Christus kennt uns. —Ich könnte nichts Esoterischeres geben für die unsere Geisteswissenschaft im richtigen Licht erblickende Seele und für das im rechten Sinne die Geisteswissenschaft fühlende Herz, als das Wort:

Der Christus sieht uns.
Krist nas poznaje. —Za dušu koja našu znanost duha vidi u pravom svijetlu i za srce koje je pravilno osjeća, ne mogu dati ništa više ezoterično od riječi:

Krist nas vidi.

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